Aufruf zur Unterstützung

Aufruf zur Unterstützung

Beitragvon inna am Sa 9. Jan 2010, 17:04

So, LEUTE !
Der Winterschlaf muss nun unterbrochen werden, weiter gehts !
Hier eine wichtige mail von Christoph Hörstel , ich hab sie hier komplett reinkopiert, Christoph hat die "Neue Mitte" gegründet und ist absolut vertrauenswürdig !
Weitere Infos bitte selbst finden, jetzt erstmal diese Bischöfin unterstützen bitte!
Briefe an die BundesreGIERung spar ich mir, doch einen Brief an die Kirche und evtl. an die SZ schreib ich.
Weder Henning noch ich gehören einer Kirche an, diese Frau hat viel Mut, öffentlich in dieses Afghanistan-Desaster zu stechen, dies könnte ein Anfang sein für eine öffentliche Debatte und nicht nur immer diese dämlichen Umfragen, dass sowieso 80% von uns diesen Krieg beenden wollen,wir wissen das doch das stört die Kriegstreibenden NULL .
Vielen Dank an alle!


Evangelische Kirche in Deutschland
Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover
Tel.: 0511 / 27 96 - 0, Fax: 0511 / 27 96 - 707

Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
pressestelle@ekd.de
und Frau Käßmann selber: landesbischoefin@evlka.de



Süddeutsche Zeitung GmbH
Hultschiner Str. 8
81677 München
Tel.: 089 / 2183-0





Liebe Freundinnen und Freunde,


Wir müssen jetzt Bischöfin Käßmann unterstützen, mit Mahnwachen in Hannover, Briefen an Bundesregierung und die EKD. Denn es ist gespenstisch, was in dieser Republik abgeht:

Die Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Margot Käßmann aus Hannover, hat es gewagt, das Lügen- und Mordkartell unserer Elite zum Thema Afghanistan vorsichtig etwas anzukratzen.

"Nichts ist gut in Afghanistan."
"Waffen schaffen offensichtlich auch keinen Frieden in Afghanistan."
"Was in Afghanistan geschieht ist in keiner Weise zu rechtfertigen."

Wow. Was sie nicht gesagt hat, weil sie es vermutlich nicht weiß - oder nicht ansprechen darf:
- Unsere amerikanischen Freunde und Verbündeten ermorden seit 2001 massenhaft Zivilisten, sicher mindestens 100.000, Friedensratschlag Kassel sagt: 300.000 - und das absichtlich. Gerade hat Oberbefehlshaber Stanley McChrystal, der acht Jahre lang und mit Direktreport an Dick Cheney oberster Mörder und Folterer der USA war, in einem kleinen Dorf der Provinz Kunar zehn Jugendliche unter 18 nachts per Sondertrupp erschießen lassen: Hubschrauber landen zwei Kilometer entfernt, hinlaufen, rein ins Haus, abknallen, raus, Hubschrauber. Erschütternde Bilder. Präsident Karzai protestiert offiziell auf seiner Website.
- die Nato arbeitet mit Drogenwarlords eng zusammen, die Heroinwellen schwappen in alle Welt
- seit acht Jahren eskalieren wir den Krieg, um die Region auf Jahrzehnte ins Chaos zu stürzen. Der Iran verzeichnet über 3.000 tote Sicherheitskräfte allein wegen der Drogenabwehr.
- jetzt gründet die CIA mit hunderten Millionen Dollars überall Milizen, holt dafür Straftäter aus den Knästen, um den Bürgerkrieg im Land zu organisieren
- Seit Obamas Machtantritt kamen über 700 Zivilisten in Pakistan bei Drohnenangriffen ums Leben, schreibt die New York Times - die Wahrheit liegt näher bei der doppelten oder dreifachen Zahl.
- ach ja - und die Kleinigkeit mit den Uranwaffen, die Genschäden anrichten, auf hundert Jahre.

Käßmann? Nix davon, nur VORSICHTIG kritisiert. Als Vertreterin der Kirche. Das MUSS sie doch machen dürfen - oder wir sind wieder ein Schrittchen weiter Richtung Sowjetunion.

Und nun?

Öffentliche Hinrichtung. Ich füge einmal einen hoch sensibel geschriebenen Beitrag der heutigen "Süddeutschen" (Nr. 6, 9./19. Januar 2010, S.3) bei, ein Spitzenblatt unserer mordgewöhnten Polit-Elite - heute ausnahmsweise nur Charaktermord - aber auf hohem Niveau:

"ein schönes argloses Tier"
"eine Frau, die ... geschieden ist und doch Bischöfin bleiben konnte"

Der einzige namentlich zitierte Unterstützer: Ihr Fahrer Bollmann. (Ihr "Fahrer" - das tötet manche Solidarität im Volke, gut so.) Aber sogar der bezeichnet sie als Popstar. (Feine Anspielung auf die ungeschriebene Sprachregelung bei uns: wer den Afghanistan-Einsatz kritisiert ist "populistisch", weil das dumme Volk in überragender Mehrheit unserer guten Sache im Wege steht - warum werden eigentlich diese Umfragen nicht mehr gemacht??) So etwas pfundsdummes! Jeder Zigarrenkiosk-Betreiber wäre seinen Job nach einem halben Jahr los, wenn er so mies arbeitete wie die Nato am Hindukusch - und wir machen das ACHT JAHRE!
UND töten massenhaft.

Aber es gibt ja viel bessere als Käßmann, alles Männer:
Amtsvorgänger Huber:
- "... wäre das ganze vermutlich so nicht passiert." (Einen besseren Verwalter des Niedergangs von Glaube und Kirche findet man kaum, ein Weichei im Kampf gegen die moralische Verlotterung unserer Eliten.)
- "dass sich mancher Kirchenobere im Moment gerade diesen Mann zurückwünscht ..." (jetzt ist es 'raus: Käßmann muss weg. Lasst korrupte Männer um uns sein!)
- "...dem analytische Schärfe zu eigen war" (Käßmann ist eine gefühlsduselige Pute = "kleine, lebenskluge, fromme Frau, die aus dem Bauch heraus redet, die sich manchmal versteigt und den Faden verliert." (Ein widerwärtiges Miteinander von Mobbing und geheucheltem Verständnis - als ob analytische Schärfe NIEMALS zur Kritik am Afghanistan-Einsatz führen könne, die nur "aus dem Bauch" möglich ist, wenn man "den Faden verliert" und "sich versteigt"!)
- "der fechten konnte mit Worten und druckreif formulieren" (insinuiert: - was Käßmann nicht kann.)

Aber weiter über Käßmann:
- "Die stolpert und fällt und fehlbar ist wie jeder andere" (insinuiert: - dann soll sie doch auch einen weniger anspruchsvollen Job bekommen - wie jeder andere)
- "Wenn Vorbilder fehlbar sind..." (also klar, Käßmann macht Fehler, dies war auch einer) "... entlastet das die Menschen und nimmt ihnen den Druck, perfekt sein zu müssen." (Welch eine perfide Erklärung, mit der die SZ soeben den Druck perfektioniert, der auf politische Abweichler ausgeübt wird. Insinuiert: - Käßmann kann ihren Job gar nicht können, sie gehört in untere Schichten der Hierarchie.)
Und dann eine Steigerung, die auf mich verstörend wirkt:
- "In gewisser Weise hat das auch eine seelsorgerische Komponente." Ist es schon mies hat es doch Methode. Hier werden gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
1. Käßmann kann Seelsorge nicht, dazu ist sie zu fehlbar, unterqualifiziert etc., siehe oben
2. Wenn Käßmann Seelsorge betreibt, dann hauptsächlich als hilfloses Geschöpf, in dessen Nähe sich sogar Schwache wohlfühlen dürfen. (Insinuiert: - eigentlich ist K. auch dafür ungeeignet.)
3. Käßmann sollte sich nicht um Afghanistan sorgen, sondern um die Seelen ihrer Schäfchen. (Ein Argument, das seit Menschengedenken noch jedem politisch kritischen Kirchenvertreter um die Ohren fliegt.)

Zurück zu denen, die besser sind als Käßmann
Hermann Barth, Präsident des Kirchenamtes der EKD:
- "Er hat in 25 Jahren fünf Ratsvorsitzende erlebt." Insinuiert: - bald kommt Nummer sechs, macht er auch noch...
- "Er wird den Pfad der Loyalität nicht verlassen, und deshalb wählt er den Begriff strong feelings." (Wird auch übersetzt: mit "brennende Leidenschaft". Insinuiert: - das ist das letzte, was eine Ratsvorsitzende EKD darf. Emotional instabile Frau. Ist die nicht geschieden, analyse-unfähig, sprachlich zurückgeblieben, seelsorgerisch unfähig?) Aber schreiben tut Autorin Meinhof (ausgerechnet dieser Name): "Brennende Leidenschaft, das ist doch etwas sehr Schönes." (Insinuiert: ja, in "Vom Winde verweht", nur nicht als EKD-Chefin.)
- "Afghanistan ist in keiner Weise zu rechtfertigen, das würde er so nicht sagen." (Endlich ein vernünftiger Kirchenmann, wie mein Chefredakteur ihn sich vorstellt.)
- "Aber sie weiß sehr wohl: Das Urteil ohne Wenn und Aber ist nicht in jeder Situation das rechte Wort." Was für ein Bullshit, so etwas aufzuschreiben, aber die Argumente sind ja auch so dünn: Gegen Mord, Folter, Verstümmelung, Willkür, Chaos, Verarmung ist ein Urteil ohne Wenn und Aber geboten - oder man ist Komplize. Oder wie Todenhöfer gerade in der FAZ schrieb: "kein Christ".

und zuletzt: Professor Richard Schröder, Theologe und Philosoph (Mitautor der "Friedensdenkschrift der EKD" - wie beruhigend: Die Bundesregierung lässt morden, die Kirche denkt, dann erst schreibt sie...):
Über ihn heißt es: "... und gäbe er sich vorzeigbarer, so wäre er wohl längst Bundespräsident geworden." (Quatsch, wir wollten einen von der korrupten Weltbank, das war's - hier wird für dumme Leser wie Sie und mich wieder nur ein Popanz aufgebaut. Insinuiert: - jetzt kommt der Todesstoß von höchster Warte: "beinah Bundespräsident".)
- "...wenn das, was sie jetzt über Afghanistan gesagt hat, die Position der evangelischen Kirche ist, "also dann muss ich meine Exkommunikation beantragen." ("Schröder gießt Tee nach und lacht.")
Ja, wenn solche Autoren sich exkommunizieren würden, bliebe die Kirche ohne Schaden. Exkommunizieren tun sich jedoch massenhaft Menschen, zwischen 150.000 und 200.000 in den letzten beiden Jahren, die frustriert sind über diese Denkschriften-Institution, die zu wenig mitdenkt, zu viel schreibt und noch immer zu wenig an den tatsächlichen Nöten und Sorgen der Menschen teilnimmt. Diese Kirche hat es auch schwer in einer oberflächlichen Amüsier-Gesellschaft, die in Finanzschwierigkeiten steckt, dafür sind die Zahlen geradezu noch gut. Das Kirchensteueramt! Und dieser Staatsnähe! Und dann wird eine Bischöfin gewählt, die zumindest punktweise umsteuern kann und will - das ist der korrupten Oberschicht wieder zu viel. Da stört Kirche, das darf sie nicht. Man will eine nicht störende, wohlmeinend vor sich hinbrabbelnde, siechende Kirche.
Was hatte mir der ehemalige Kirchentagspräsident Höppner, ex-MP von Sachsen-Anhalt (SPD) noch erzählt? Dass er das Thema Afghanistan auf dem Kirchentag vorsichtig angeschnitten habe - und habe einen wütenden Sturm der Entrüstung geerntet. Ja von wem denn? Sicher nicht von den 70-80% der deutschen, die gegen unseren Massaker-Einsatz sind (Kennzeichen von Kriegen im Unterschied zu Massakern ist, dass die Totenzahlen nicht zu stark divergieren. In Afghanistan ist es schlimmer als 100:1. Massaker, also Abschlachten, beginnt für mich bei 10:1. Einverstanden?)
- 'Warum tragen Polizisten Pistolen?, fragt er.' "Wenn man nicht drohen kann, kann man auch nicht schlichten." "Ein Afghanistan ohne Bürgerkrieg und ohne Flüchtlingsströme, das ist für uns von vitalem Interesse."
Immerhin, jetzt reden wir schon mal über Afghanistan. Laut Professor, Denkschriftenverfasser und Beinah-Bundespräsident Schröder, sind wir da zum "Schlichten" hingegangen? Ich habe da eine kleine Frage: Wer hat uns denn eingeladen und gebeten, da irgendetwas zu schlichten? Ist das ein Polizei-Einsatz? Und wieso steht das in keinem Text der Bundesregierung? Und wieso morden, foltern, vergiften, verhaften willkürlich, unterdrücken, korrumpieren wir als Teil dieser fantastischen Polizeitruppe? Und ist es nicht vielmehr so, dass wir als Nato in Afghanistan Flüchtlingsströme erst hervorrufen und soeben den kommenden Bürgerkrieg organisieren?

Die SZ muss schon abenteuerliche Kapriolen schlagen, um mit Frau Käßmann klarzukommen. Sie hat dafür mein volles christliches Mitgefühl.

Aber als Staatsbürger und Konsument wünsche ich mir von Medien wahrhaftige Berichterstattung, Kritik und Gegenpositionen zu regierungsamtlichen Fehlern, Unterstützung der innergesellschaftlichen Auseinandersetzung und ethische Grundverantwortung.
Diese Süddeutsche Zeitung gefährdet unseren Staat. Ich lese sie seit Jahren hauptsächlich als Veranstaltungskalender, Verlautbarungsorgan und Lügeninformationssammlung. Gute Beiträge wurden immer seltener. Ein kurzes "soziales Zwischenhoch" kam nach dem Wahlverlust der SPD.
Die vorliegende Reportage ist irgendwie ein Meilenstein. Ich weiß noch nicht auf welchem Weg. Ein Hauch von "Stürmer".

Mir ist übel.


Mit freundlichen Grüßen

Christoph R. Hörstel

Managing Director

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Was wir wissen, ist ein Tropfen;
was wir nicht wissen, ein Ozean.
Isaac Newton
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dein richtiger Name: corinna Günther
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